Jahreshauptversammlung SPD-Ortsverein Dagersheim

Jahreshauptversammlung SPD-Ortsverein Dagersheim

 

Nach der Begrüssung der Mitglieder und Gäste begann der Vorsitzende der Dagersheimer Sozialdemokraten Adolf Gann mit seinem Tätigkeitsbericht. Aufgrund der vorgezogenen Bundestagswahlen konnte er von einem arbeitsreichen Jahr mit vielen Aktionen und Veranstaltungen berichten. Höhepunkt war zweifellos der Wahlkampfauftakt in der Zehntscheuer mit dem bayrischen SPD-Chef Ludwig Stiegeler als Gastredner. Ihm gelang es in seiner urigen Art die über 200 Anwesenden zu begeistern und auf den Wahlkampf einzustimmen, wobei er mit dem politischen Gegner hart ins Zeug ging.

Sei es die geplante Kopf(Merkel)Pauschale im Gesundheitswesen, Abbau vom Kündigungsschutz, wie er von der Opposition geplant sei, oder von außerpolitischen Abenteuern vor denen er warnte, er fand immer den richtigen Ton und erhielt tosenden Applaus.

Auch die übrigen Aktionen des Ortsvereins verliefen zufriedenstellend. Anschließend legte Gerhard Münsinger den Kassenbericht vor, der wie immer absolut sorgfältig und übersichtlich gestaltet war.

Nach den Entlastungen führte Herbert Rathmann mit seinem Team die Neuwahlen durch, die folgende Ergebnisse brachten:

1.Vorsitzender: Adolf Gann

1.Stellvertreter: Uwe Zehr

2.Stellvertreterin: Ulrike Dannecker

Kassier: Gerhard Münsinger

Kassenprüfer: Thomas Gann, Dirk Schmitz

Schriftführerin: Brigitte Peschka

Wahlkampfbeauftragte: Johann Ulmer, Klaus-Peter Bach

Pressearbeit: Adolf Gann, Uwe Zehr

Beisitzer: Richard Schüle, Kurt Süsser, Dirk Schmitz, Thomas Gann

Unter dem Punkt ?Verschiedenes? entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, die sich in 1.Linie auf die Kommunalpolitik konzentrierte. Hier waren es vor allem die Sparbeschlüsse des Böblinger Gemeinderates, die hart kritisiert wurden. Logischerweise ging es dabei hauptsächlich um die Punkte, die Dagersheim betrafen. Während man bei den Einsparungsvorschlägen für die Bücherei hofft, dass durch die Zusammenlegung mit der Darmsheimer Bücherei das Schlimmste vermieden werden kann, wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass man nicht überörtlich die ?Pisa-Studie? beklagen könnte und gleichzeitig versuche, auf örtlicher Ebene alles auf ehrenamtlich Tätige abzuwälzen. Noch wesentlich problematischer wird das beim Thema ?Hallenbad? gesehen. Es könnte einfach nicht angehen, dass man dem örtlichen Schwimmverein, der im Kinder- und Jugendbereich vorbildliche Arbeit leistet, nun auch noch die Verantwortung für den Betrieb des Hallenbads aufbürden wolle.

Kein Verständnis hatte man auch dafür, dass einige Dagersheimer Gemeinderäte in Böblingen den ominösen ?Sparvorschlägen? der Böblinger Verwaltung, die letztendlich auf eine Schließung des, erst vor einigen Jahren mit hohem Aufwand restaurierten, Hallenbads hinausläuft, zugestimmt haben.

Die Ortschaftsräte wurden aufgefordert, den TSV bei der Weiterführung des Hallenbadbetriebes zu unterstützen. Die Stadt darf sich nicht so einfach aus der Verantwortung stehlen, zumal das eindeutig dem Geist des 1971 geschlossenen Eingliederungsvertrages widerspricht.

Zum Schluss wurde noch über die Gestaltung des SPD Herbstfestes debattiert und überlegt, wie man diese Traditionsveranstaltung noch attraktiver machen kann. Damit klang ein diskussionsreicher und interessanter Abend aus.

Mit freundlichen Grüssen

Adolf Gann

 

 

 

Datum: 11.05.2006

Quelle: Mitteilungsblatt des Stadtteils Dagersheim